bauen ja, aber nicht so

Wir hatten bereits im Oktober 2013 unseren Bauantrag eingereicht, nachdem der Bebauungsplan rechtskräftig wurde. Diesen haben wir dann, da nicht beurkundet werden konnte, zurück erhalten. Der Mitarbeiter vom Bauaufsichtsamt hat sich eine Kopie unseres Antrages gemacht und wollte diese dann innerhalb der Behörde diskutieren, da wir mit unserem Vordach außerhalb der Baugrenze liegen.

Soweit so gut und eine nette Geste.

Gestern haben wir dann mal beim Bauamt nachgefragt, was daraus geworden ist. Tja, und dann gab es das böse erwachen:
1) Die Eingangsüberdachung dürfen wir so nicht bauen, da diese kein untergeordnetes Teil ist und somit zum Hauptgebäude gehört und dieses nicht außerhalb der Grenzen erreicht werden darf. Eine untergeordnete Eingangsüberdachung – also eine kleines nachträglich angebrachtes Dach ohne Stützen zum Boden – ist erlaubt.
2)Laut Bebauungsplan ist folgendes erlaubt:

  • „In den allgemeinen Wohngebieten (WA) sind bauliche Anlagen in Form von überdachten Terrassen und eingeschossigen Anbauten bis zu einer Tiefe von 2,00 m über die rückwärtige Baugrenze hinaus zulässig (§ 9 Abs. 1 BauGB; zu den eingeschossigen Anbauten siehe auch textliche, gestalterische Festsetzung Nr. 1)“
  • „Die eingeschossigen Anbauten gemäß textlicher Festsetzung Nr. 1.7 sind zu mindestens 50 % ihrer Außenfläche in Glas auszuführen (Wintergarten).“
  • Das Problem ist, dass unser Wintergarten, welcher diese 2,00m ausnutzt, zwar zu mehr als 50% aus Glas besteht, jedoch auch hier kein untergeordnetes Gebäude darstellt, sondern eine Erweiterung des Hauptgebäudes ist und somit ist dieses nicht zulässig. Die Art von Wintergarten die hier gemeint ist, sind diese nachträglich angebauten Wintergärten. Das Hauptgebäude muss in sich geschlossen sein und einen Abschluß innerhalb der Baufensters haben.

    Also heißt es nun, einmal bitte komplett neu planen :/

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